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Jugendstil in der ungarischen Hauptstadt (Dauer ca. 3,5 Stunden)
 

Diese Stadtbesichtigung enthält für Liebhaber baugeschichtlicher Besonderheiten viele Überraschungen. Bei dieser Stadtrundfahrt werden die interessantesten Jugendstilgebäude hervorgehoben bzw. sind bei dem dazu gehörenden Rundgang mit dabei. 'Mit dabei', weil die Rundfahrt praktisch auch die Vorstellung von Budapest beinhaltet, bei der vor allem die Jugendstilgebäude berücksichtigt werden.
 

Budapest wurde im letzten Drittel des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts im Chicagoer Tempo erbaut. Ein herausragender Baustil dieser relativ lang anhaltenden (bis 1914) Friedensperiode war der Jugendstil. Ein, auch auf gesamteuropäischem Niveau gesehen, herausragender ungarischer Meister des Jugendstils - vermittelt aus dem Ausland - war Ödön Lechner (1845-1914). Er wurde auch der 'ungarische Gaudi' genannt. Der Kosename ist nur insofern zutreffend, weil Lechners Werke, genau wie die von Gaudi, leicht erkennbar sind. Im Übrigen weist seine Bauweise mit den Werken des katalanischen Meisters gar keine Ähnlichkeiten auf. Lechner hat die Formenprinzipien des modernen Funktionalismus mit orientalischen, vorwiegend indischen Motiven verkleidet. Er schuf aus dieser Mischung seine eigenartige, dekorative Formenwelt.
 

Seine Schüler fragten ihn einmal, warum er das Dach eines seiner Gebäude so prunkvoll entworfen habe, wo es doch von der Strasse aus gar nicht zu sehen sei. Seine berühmt gewordene Antwort darauf lautete: 'Die Vögel können es sehen...'
 

 

Unsere Stadtrundfahrt fängt im Stadtwäldchen an.
 

Geologisches Institut (XIV. Stefánia út 14. (1)) - Das arteigene Gebäude wurde nach Plänen von Ödön Lechner erbaut. Von da aus kommen wir zum Institut der Blinden und Schwachsichtigen, zur Balás-Villa (XIV. Hermina út 47. (2)).
 

Unterwegs schauen wir auf die Zala-Villa (Ajtósi Dürer sor) - die Villa des berühmten und reichen ungarischen Bildhauers, György Zala, heute: Botschaft von Libyen.
 

Anschließend fahren wir eine Runde auf dem Tiergarten-Ring, um den Hauptstädtischen Zoo und Botanischen Garten (XIV. Állatkerti körút 6. (3)) zu sehen. Die Gebäude (mehrere Tierhäuser, Elefantenhaus, Haupteingang) sind Werke bekannten ungarischen Baumeister, u. a. des berühmten Architekten, Károly Kós.
 

Ein interessantes Zwischenspiel verspricht uns das Schloss Vajdahunyad (4): ein Baukomplex vom Anfang des 20. Jhs. - ein Kopien-Ensemble von wahrhaftigen, heute noch existierenden ungarischern historischen Gebäuden.
 

Nun fahren wir in die Innenstadt. Da steigt man aus dem Auto aus und geht zu Fuß weiter.
 

Ungarische Königliche Postsparkasse, heute Nationalbank (V. Hold utca 4. (5)). Bedõ Haus, (V. Honvéd utca 3. (6)) - eine besonders schöne Fassade, geschmückt mit zahlreichen Majolika-fliesen. Heute: Haus der Ungarischen Sezession. Es lohnt sich dieses Haus auch von Innen anzuschauen - eine enorm reiche Museum-Austellung von Möbeleien, Einrichtungen der damaligen Zeit.
 

Ehemaliges Török Bankhaus, heute Wohnhaus (V. Szervita tér 3. (7)) - oben auf dem Fassadendach ein riesiges Mosaikbild.
 

Ehemaliger Sitz der Gresham Versicherungsgesellschaft, heute: Four Seasons Hotel (V. Roosevelt tér 5. (8)). Die äußerst gelungene Wiederherstellung des Gebäudes und die Schaffung von 179 Zimmern hat über 100 Millionen Dollar gekostet.
 

Weiter geht es mit Auto: Das Kunstgewerbemuseum (9) (Ödön Lechner). Es ist das Hauptwerk von dem Architekten (1891-96). Die mit bunter Zsolnay-Keramik bedeckte Scheinkuppel ist kilometerweit zu erkennen.
 

Am Fuße des Gellértberges befinden sich Gellért Hotel und Bad (XI. Szent Gellért tér (10)). Vor allem das Bad gilt als Jugendstilrarität. An dieser Stelle beenden wir unser Besichtigungsprogramm.